Faserinstitut Bremen organisiert Fibreshape-Rundtest

Zur Längen- und Breitenmessung von natürlichen sowie synthetischen Fasern, aber auch von Partikeln, Garnen und Oberflächen bietet sich das Messsytem Fibreshape an (Abbildung 1). Die Vorteile der dabei verwendeten Messmethode liegen dabei in der sehr schnellen Messung, dem sehr großen Messbereich und der leichten Probepräparation. Jedoch existieren bisher keine Kalibrierstandards für die Längenmessung im mm-Bereich, sodass im Arbeitskreis „Faseranalytik“ der Industrievereinigung Verstärkte Kunststoffe e.V. (AVK) die Idee entstand, einen Rundtest durchzuführen.


Abbildung 1: Fibreshape Automatic mit Flachbettscanner und Probeneinzug (Bild: IST AG).

Ziel des Rundtests ist es, einheitliche Messergebnisse für scannerbasierte Längenmessungen im mm-Bereich mit dem Bildanalysesystem FibreShape sicherzustellen und eine laborübergreifende Harmonisierung zu gewährleisten. Zudem können die teilnehmenden Institutionen die Messgenauigkeit ihres Messsystems mit anderen Laboren vergleichen.

Die Durchführung wird in Zusammenarbeit mit der Innovative Sintering Technologies Ltd. und der Arbeitsgruppe Biologische Werkstoffe an der Hochschule Bremen vom Faserinstitut Bremen e.V. organisiert. Für die Messungen wird eine Flockprobe (Maag Flockfasern 6,7 dtex 1 mm) verwendet.


Abbildung 2: Aufgenommenes Bild (links) und Histogramm (rechts) einer Rundtestprobe.

Die Proben wurden Ende 2014 an die Teilnehmer versandt. Inzwischen liegen die Ergebnisse vor. Durch die Organisatoren erfolgt bis Mitte April 2015 die Auswertung der Resultate.

Verglichen werden die Mittelwerte und Vertrauensbereiche der einzelnen Teilnehmer, die Rohdaten dienen zur Bewertung der Verteilungen. Gleichzeitig können auf dieser Basis alle Teilnehmer anhand eines Z-Scores bewertet werden.

Durch die statistische Auswertung wird eine sichere Identifizierung von Ausreißern möglich. Diese Teilnehmer werden nochmals gezielt angesprochen, um in Kooperation mit den Organisatoren die Fehlerquellen zu identifizieren. Dies geschieht durch Versand von vorgescannten Bildern bzw. vorpräparierten Proben, die beim Teilnehmer nochmals gemessen werden. Anhand dieser Ergebnisse lässt sich dann unterscheiden, ob die Abweichung durch den Scanner, das Auswertungssystem oder die Probenvorbereitung verursacht wurde. So ist kurzfristig ein Abstellen der Fehlerursache möglich.

Nach Abschluss des Rundtests erhält jeder Teilnehmer eine anonymisierte Übersichtsstatistik mit der Angabe seiner eigenen Kennung und Einordnung der Qualität seiner Ergebnisse. Gegebenenfalls werden einzelne Teilnehmer nochmals gezielt angesprochen, um in Kooperation mit den Organisatoren die Fehlerquellen zu identifizieren. Dies geschieht durch Versand von vorgescannten Bildern bzw. vorpräparierten Proben, die beim Teilnehmer nochmals gemessen werden. Anhand dieser Ergebnisse lässt sich dann unterscheiden, ob die Abweichung durch den Scanner, das Auswertungssystem oder die Probenvorbereitung verursacht wurde. So ist kurzfristig ein Abstellen der Fehlerursache möglich.

Die anonymisierten Resultate sollen 2015 im AVK-Arbeitskreis „Faseranalytik“ präsentiert werden.

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