Das Faserinstitut Bremen

50 Jahre Faser Know-How im Faserinstitut: Das Faserinstitut hat in seiner Geschichte Standards für die Messungen von Fasern gesetzt und sich mit seiner Qualität und der Durchführung von Rundtests weltweit etabliert.

Seit 1989 kooperiert das Institut eng mit der Universität Bremen und ist in der Forschung aktiv. Zu den Schwerpunkten heute gehören die Entwicklung von Fertigungsverfahren sowohl von Hochleistungs- Faserverbundwerkstoffe für den Flugzeugbau als auch von naturfaserverstärkten Kunststoffen für den technischen Einsatz. Die Entwicklung von neuen Fasern, Herstellungsverfahren und Faseranwendungen sowie moderner On-Line-Prüfmethoden vervollständigen das Leistungsangebot des Instituts.


Geschichte und Meilensteine:
  • 1955: Aufbau des Baumwoll-Prüflabors der Bremer Baumwoll-Börse
  • 1969: Gründung des Faserinstitut Bremen e.V.
  • 1989: Kooperation mit der Universität Bremen; Prof. Harig wird Institutsleiter
  • Okt 2001: Prof. Herrmann übernimmt die Institutsleitung
  • Apr 2002: Akkreditierung nach DIN EN 17025
  • 2002-2003: Strategieentwicklung
  • 2003: Die Abteilung „Faserverbund Struktur- und Verfahrensentwicklung“ wird ins Leben gerufen
  • Dez 2003: neue Organisationsstruktur
  • Sep 2004: Mitglied im CFK-Valley
  • Sep 2005: Zusammenlegung der Labors im IW3
  • Nov 2005: Vorbereitungen zur Gründung des FIB


 

Die Geschichte im Detail

Im Berichtszeitraum jährte sich die Gründung des Labors der Bremer Baumwollbörse, die Wurzeln des heutigen Faserinstituts, zum fünfzigsten Mal. Die Entwicklung des Labors ist eine eindrucksvolle Erfolgsgeschichte, die maßgeblich von vier Institutsleitern geprägt wurde und wird.

Die Wurzeln des Faserinstituts gehen zurück auf das 1955 gegründete Laboratorium der Bremer Baumwollbörse. 1969 wurde mit der Gründung des Faserinstituts als e. V. die Unabhängigkeit des Labors auch rechtlich vollzogen. Durch die wissenschaftlichen Arbeiten des Laborleiters Dr. Dr.-Ing. Hadwich zu Themen der Messunsicherheit, durch die weltweiten Rundtests und die hervorragende Qualität der Prüfleistungen erhielt das Labor seinen exzellenten internationalen Ruf. Herr Hadwich gründete 1980 das International Committee on Cotton Testing Methods ITMF. Er verstarb im Jahre 2003 im Alter von 83 Jahren.

Prof. Dr. Schenek führte die Geschicke des Labors von 1981–1988 erfolgreich weiter. Maßgeblichen Einfluss hat er dabei sowohl auf die Entwicklung des instrumentellen Testens von Baumwolle genommen als auch auf die Forschung. Die wissenschaftlichen Arbeiten fanden u. a. Anerkennung in einem Kooperationsvertrag mit der Universität Bremen im Jahr 1988, in dem der Austausch in Lehre, Wissenschaft und angewandter Forschung vereinbart wurde. Herr Schenek wechselte 1988 an die Hochschule Reutlingen, an der er noch heute eine Professur in der Fakultät Textil und Design bekleidet.

1989 wurde Professor Harig zum Institutsdirektor und ordentlichen Professor im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen berufen. Das Institut verdankt Professor Harig den konsequenten materialwissenschaftlichen Ausbau des Instituts und des Fachgebietes 12 „Faserverbundwerkstoffe und Spezialfasern“ im Fachbereich Produktionstechnik an der Universität Bremen. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten gehörten die Integration des Themas Faserverbundwerkstoffe und ihre Charakterisierung, die Erforschung der gesamten Prozesskette bei der Verarbeitung von Flachs und Hanf sowie die Arbeiten im Sonderforschungsbereich „Sprühkompaktieren“. Unter seiner Leitung wurde das Institut damit zu einem wichtigen Bestandteil der Ingenieurausbildung. Professor Harig wurde 2001 pensioniert.

Professor Herrmann wurde im Oktober 2001 zum Institutsleiter und Professor berufen und mit der Weiterentwicklung des Instituts beauftragt. Mit den neu gegründeten Kompetenzfeldern „Faserverbund Struktur- und Verfahrensentwicklung“ und „Faserentwicklung und -bionik“ wurden zusätzliche, zukunftsweisende Schwerpunkte etabliert. Die erfolgreiche Verknüpfung der traditionellen mit den neuen Forschungsfeldern, die Vernetzung im CFK-Valley sowie die positive Entwicklung von Industrieaufträgen und Umsatz kennzeichnen die ersten erfolgreichen Jahre des jetzigen Institutsleiters.